Aktuell


Die 17jährige Schülerin Reka Engel nahm am diesjährigen Jugendlandtag für drei Tage meinen Abgeordnetenplatz ein. Im nachfolgenden Bericht erzählt sie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen:

“Vom Jugendlandtag NRW las ich zum ersten mal in der Tageszeitung. Ein glücklicher Zufall, denn ich pflegte keinerlei politische Kontakte, weder in der Grünen Jugend noch in anderen Organisationen, obwohl ich politisch interessiert war. Ich hatte nur noch keine geeignete Anlaufstelle gefunden und über Themen dieser Art bisher nur in der Schule, zu Hause und mit Freunden diskutiert. Der Jugendlandtag war eine große Sache für jemanden, der noch keine ernsthaften Erfahrungen in der Politik aufweisen kann, aber das sollte kein Hindernis sein.

Reka-Engel_Soraya-Wagner_072016

Jugendlandtags-Abgeordnete Reka Engel (links) und Schülerpraktikantin Soraya Wagner

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf ging ich als Vertreterin der GRÜNEN Abgeordneten Manuela Groschowiak-Schmieding zum 8. Jugendlandtag. Die Versorgung durch das Organisations – und Helferteam war angenehm, was durch wunderbar gestaltete freie Aktivitäten wie dem Grillabend mit den „echten“ Abgeordneten deutlich wurde. Diese Veranstaltungen boten die Gelegenheit, Kontakt zu anderen Jugendlichen außerhalb der eigenen Fraktion aufzunehmen, denn sonst blieb man eher in der Gruppe.

Die ausgewählten Themen, mit denen sich die Fraktionen befassten,  befanden sich ausschließlich im Bereich der schulischen Ausbildung. Eines war „Ermöglichung eines Gesellschaftswissenschaftlichen Abiturs“, das andere „ Verpflichtende Politische Projekte in Schulen“.

Ich persönlich hätte mich gerne mit dem Thema politische Projekte in Schulen beschäftigt, kam aber in den Ausschuss für das Gesellschaftswissenschaftliche Abitur. Nach den Sitzungen traf man sich jedoch parteiintern, um das Thema gemeinschaftlich zu diskutieren. Da jeder seinen Standpunkt zu dem Thema deutlich machen wollte, welches in dem anderen Ausschuss bearbeitet wurde, entstanden hitzige Debatten, die trotz der Zurechtweisung des Fraktionsvorsitzenden über die festgelegte Zeit der Sitzungen gehen konnten. An sich nichts Schlimmes, nur mussten bis zu diesem Zeitpunkt auch Antragsänderungen eingereicht werden, was sich durch die Verzögerung recht schwierig gestaltete. Als Aktuelle Stunde wurde der „Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre“ und als Eilantrag „Mindestlohn“ eingereicht.

Der Abschluss war die Plenarsitzung, in der alle endgültigen Beschlüsse für den Jugendlandtag abgestimmt wurden. Die Debatten waren hitzig, doch zum Ende hin ergab die Abstimmung ein klares Bild. Beiden Themen wurde mit einigen Änderungsanträgen zugestimmt.

Die Tage in Düsseldorf waren sehr stressig, ich habe hier aber auch viele neue Freunde gefunden.

Im Vorfeld hatte ich in meiner Klasse vom Jugendlandtag erzählt und ein Freund meinte, er würde sich nächstes Jahr eventuell auch dort bewerben. Wer weiß, vielleicht wird er mir nächstes Jahr vom Jugendlandtag erzählen.”

Hier sind weitere Berichte auf der Seite des Landtages sowie ein Film zum Jugendlandtag.

Auch im nächsten Sommer wird wieder ein Jugendlandtag stattfinden – ich freue mich auf Bewerber*innen aus dem Kreis Lippe!

Herzlich willkommen!

Seit Anfang November 2012 bin ich Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags.
Mein politischer Arbeitsschwerpunkt liegt in der Sozialpolitik, und meine Fraktion hat mir die Aufgabe der sozialpolitischen Sprecherin übertragen. Mein Augenmerk liegt besonders auf der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft in ein gerechtes Gemeinwesen.
Hier sollen alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sozialem oder kulturellem Hintergrund, ob mit oder ohne Beeinträchtigung, uneingeschränkt  bei allem, was unsere Gesellschaft zu bieten hat, mitmachen können.

Hierzu bedarf es vieler Veränderungen in Bereichen wie Bildung, Arbeit und Wohnen.
Viele Menschen stehen vor unüberwindlichen Hindernissen. Die müssen wir gemeinsam überwinden.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde. Deutschland ist das reichste Land in Europa. In Deutschland stehen wenige Superreiche immer mehr Menschen gegenüber, die in Bedrängnis geraten sind und sich fragen, wie und wovon sie ihren Lebensunterhalt überhaupt bestreiten sollen. Ich will nicht nur darüber klagen. Ich möchte aktiv an einer positiven Veränderung mitwirken.

Falls Sie Anregungen oder Fragen haben – ich freue mich über jeden konstruktiven Beitrag.

Ihre
Manuela Grochowiak-Schmieding