Kategorie-Archiv: Termine

Am 18. November war bundesweiter Vorlesetag. Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich mich wieder gern daran beteiligt.

Denn Lesen entführt in abenteuerliche Welten, macht einen mit fabelhaften Wesen bekannt, zeigt anhand märchenhafter Geschichten auch Lösungen für das wirkliche Leben auf  – kurzum, es beflügelt die Fantasie und macht Spaß! Und diese Freude am Lesen gebe ich auch gern an Kinder weiter.

Ich habe in Oerlinghausen zunächst in der Grundschule der Südstadt einer 4. Klasse vorgelesen und war später bei älteren Schülerinnen und Schülern zu Gast. Und zwar in einer 8. Klasse in der Oerlinghauser Sekundarschule “Heinz-Sielmann-Schule”.

Am 22. September besichtigte ich gemeinsam mit Ingrid Koch, Jürgen Georgi und Robin Wagener von der Grünen Kreistagsfraktion das neu entstehende Quartierszentrum Echternstraße in Lemgo.

Das ehemalige Kreisaltenheim Echternstraße wurde von den Vereinen Freie Altenhilfe e.V. und Soziale Altendienste Lippe e.V. übernommen. In dem in wenigen Wochen startenden Umbau soll es zu einem Quartierszentrum mit barrierefreien Wohnungen, einer Studentenwohngemeinschaft sowie verschiedenen Pflege- und Unterstützungsangeboten für pflegebedürftige Personen umgestaltet werden. Der Umbau berücksichtigt dabei nicht nur die Barrierefreiheit des Gebäudes sondern auch neue energetische Standards.

von links: Ingrid Koch, Jürgen Georgi, Manuela Grochowiak-Schmieding,

von links: Ingrid Koch, Jürgen Georgi, Manuela Grochowiak-Schmieding,Ulrike Giebel (Freie Altenhilfe e.V.), Martin Broeker (SAD Lippe e.V.), Elke Köller (Freie Altenhilfe e.V.), Robin Wagener

Neben einem Tagespflege-Angebot gehören zum Projekt auch medizinische, pflegerische und soziale Dienstleistungen – z.B. Demenzberatung, Physiopraxis, Fußpflege, ein Café – die auch andere Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers nutzen können.

Dieses zukunftsträchtige Konzept wird dazu beitragen, dass die Menschen möglichst lange selbstständig in der eigenen Häuslichkeit und gewohnten Nachbarschaft leben können.

Am 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland in Kraft getreten. Die UN-BRK ist seither geltendes Recht. Mit der Ratifikation hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, deren Ziele umzusetzen.

Mit dem von der Großen Koalition vorgelegten Gesetzesentwurf für ein Bundesteilhabegesetz (BTHG) werden aber die grundlegenden Ziele der UN-BRK nicht erreicht.
Vielmehr werden viele Regelungen den Alltag vieler Menschen deutlich verschlechtern und die Selbstbestimmung und die Teilhabemöglichkeiten stark einschränken.
Darüberhinaus wird das Versprechen zu einer dauerhaften Beteiligung des Bundes an den Kosten der Eingliederungshilfe in Höhe von 5 Milliarden Euro jährlich weiterhin nicht eingehalten. Die Kommunen werden durch diesen Gesetzentwurf nach wie vor nicht substantiell entlastet.

Die GRÜNE Landtagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, ein modernes und unter humanitären Gesichtspunkten entwickeltes Bundesteilhabegesetz vorzulegen. Das gesamte Positionspapier können Sie hier nachlesen.

Deshalb wurde jetzt eine Petition beim Bundestag eingereicht, die fordert, dass das BTHG so verbessert werden muss, dass es der UN-BRK gerecht wird und Menschen mit Behinderung eine unabhängige Lebensführung sowie volle gesellschaftliche Teilhabe garantiert.
Wenn bis zum 12. September mindestens 50.000 Bürgerinnen und Bürger die Petition unterschreiben, befasst sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit dem Anliegen.

Mit Stand 07.09.2016 gibt es 6534 Unterschriften!

Ich bitte darum, dieses Anliegen zu unterstützen und die Petition zum Bundesteilhabegesetz jetzt zu unterschreiben und weiterzuverbreiten.

von links: Burkhard Bensiek (Vorstand Johanneswerg), Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Dr. Bodo de Vries(stellv.  Vorstandsvorsitzender Johanneswerk)  Daniel Schuster (Stabsabt. Behindertenhilfe Johanneswerk)

von links: Burkhard Bensiek (Vorstand Johanneswerk), Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Dr. Bodo de Vries(stellv. Vorstandsvors. JoW), Daniel Schuster (Stabsabt. Behindertenhilfe JoW)

Viele Vereine und Verbände informieren auf Fachtagungen oder in Diskussionrunden über die Unzulänglichkeiten des aktuellen Gesetzentwurfes. So nahm ich z.B. an Veranstaltungen der Lebenshilfe Detmold und des evangelischen Johanneswerkes Bielefeld teil.

 

 

 

Auch die Lippische Landeszeitung hat das Thema aufgegriffen:

LZ vom 31.08.2016 “Wohnstätten droht das Aus!”

LZ vom 03.09.2016 “Es droht der Umzug ins Heim”

Bereits zum 9. Mal veranstalteten die OWL-Grünen einen Nationalpark-Tag. Dieser Tag stellt immer eine besondere Landschaft innerhalb des geplanten Nationalparkes Senne vor.

Manuela Grochowiak-Schmieiding MdL begrüßt gemeinsam mit Britta Hasselmann MdB (links) und dem Museumsleiter Karl Banghard (rechts) die Anwesenden

Manuela Grochowiak-Schmieiding MdL begrüßt gemeinsam mit Britta Hasselmann MdB (links) und dem Museumsleiter Karl Banghard (rechts) die Anwesenden

In diesem Jahr wurde das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen besucht. Dabei ging es vor allem darum, das neue Bild der steinzeitlichen Senne vorzustellen sowie die Vermittlungschancen, die sich bei einer intensiven Zusammenarbeit von Kulturlandschaftsgeschichte und Archäologie ergeben.

Karl Banghard erläutert die Lebensweisen der frühen Jäger und Sammler

Karl Banghard erläutert die Lebensweisen der frühen Jäger und Sammler

Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen war das erste Museum in Mitteleuropa, das Umwelt und Vorgeschichte miteinander verbunden hat. Dieser Schwerpunkt wurde seit der Neuausrichtung der Anlage vor dreißig Jahren konsequent ausgebaut. Mit der Biostation Senne und dem Naturschutzgroßprojekt kooperiert das Museum deshalb intensiv. Diese strategische Ausrichtung hat ihren Grund nicht nur in der optimalen räumlichen Lage des Museums unmittelbar am Rand der Senne. Beiden Partnern – sowohl Biologen als auch Archäologen – ist vielmehr bewusst, dass Umweltpolitik nur vermittelbar ist, wenn man erklärt, wie es zu unserer heutigen Kulturlandschaft gekommen ist.

Die vielen interessierten Gäste des Nationalpark-Tages erhielten zunächst durch Karl Banghard, den Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums, eine kurze Einführung in den Teil der Museumsanlage, der sich mit der frühen und mittleren Steinzeit befasst.

Mit einem Blick auf die Senne stellt Karl Banghard die früheren Lebensweisen der Menschen dar

Mit einem Blick auf die Senne stellt Karl Banghard die früheren Lebensweisen der Menschen dar

Hierbei war zu erfahren, daß die frühen Jäger und Sammler nur etwa 3 Stunden Arbeitszeit aufwenden mussten, um sich Nahrung zu beschaffen. Sehr wichtig war für sie die Beschaffung, Weitergabe und Sammlung von Informationen darüber, wo sich Nahrungsquellen, Wasserläufe etc. befanden.

Auch aufgrund eines Wandels des Klimas verbesserten sich die Überlebenschancen der Nachkommen, was letztlich zu immer größeren Gruppen führte, für die ein nomadisches Leben als Jäger und Sammler umständlicher wurde. In der Folge wurde ein sesshafteres Leben geführt, hin zu Ackerbauern.

Manuela Grochowiak-Schmieding im Gespräch mit den Gästen

Manuela Grochowiak-Schmieding im Gespräch mit den Gästen

In der daran anschließenden Wanderung wurde die Umgegend des Museums erkundet – vom Buchenwald hin zur Sennelandschaft. Karl Banghard erläuterte an einigen Fundstellen, warum sich die Menschen gerade dort angesiedelt hatten. Entscheidend waren beispielsweise Wasserläufe, weite Ausblicke, Lager entlang von Tierherdenzügen. Eine recht neue Erkenntnis ist die, daß vor ca. 4000 Jahren v.u.Z. Ackerbauern sowie Jäger und Sammler gleichzeitig in der Region gelebt haben.

Meine Grünen Sommertermine

Auch in der Sommerpause des Landtages habe ich mir die Zeit genommen, Termine wahrzunehmen und interessante und unterstützenswerte Projekte kennenzulernen.

So besuchte ich am 09. August die „Tafel“ in Leopoldshöhe-Asemissen, einer Nachbargemeinde meines Heimatortes Oerlinghausen.
Dort habe ich erfahren, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sehr viel Zeit investieren – neben der Ausgabe zu den Öffnungszeiten gilt es auch Spenden zu organisieren, diese abzuholen, vorzusortieren und für den Verkauf vorzubereiten. Mein Arbeitseinsatz während der Öffnungszeit hat mir gezeigt, wie hoch das Engagement der Ehrenamtlichen zu schätzen ist.
Dass in einem reichen Land wie Deutschland so viele Menschen auf die Unterstützung von Tafeln angewiesen sind, ist beschämend. Hier gilt es dringend die Ursachen von Armut – die wohl bekannt sind – in noch stärkerem Maße zu bekämpfen.
Hier findet sich ein Bericht der Neuen Westfälischen zu meinem Besuch.

Auf dem „Green Campus“ der Grünen Jugend Münster gab ich am 13. August einen Workshop zum Thema „Grüne Sozialpolitik in NRW“. Ein ausführlicher Bericht zum Green Campus findet sich hier.

Einen besonderen Termin nahm ich am 15. August im Rathaus Kalletal wahr – ich durfte mich in das Goldene Buch der Stadt Kalletal eintragen.

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v. links: Bürgermeister Mario Hecker, Manuela Grochowiak-Schmieding mit dem Goldenen Buch der Stadt Kalletal, Jürgen Georgi (OV-Sprecher Grüne Kalletal)

In entspannter Atmosphäre, begleitet durch gute Musik, freute ich mich über anregende, interessante Gespräche bei der Sommersause der Grünen in Leopoldshöhe am 21. August. Ein ausführlicher Bericht ist hier nachzulesen.

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Beim “Ministerraten” mit Nurcan Aymandir und Birgit Kampmann

Sehr beeindruckend fand ich den inklusiven Klettergarten grenzenlos, den ich am 24. August, DSC_2260gemeinsam mit den Grünen Lisa Grießmeyer und Thorsten Schmolke, kennenlernen und ausprobieren durfte. Im Juli wurde der Klettergarten mit dem NRW-Inklusionspreis ausgezeichnet. Er bietet nicht nur Fußgängern, sondern auch Rollstuhlfahrern und Menschen mit anderen Behinderungen die Möglichkeit des Kletterns. So wurde ein Ort der Begegnung geschaffen, der allen Nutzern zeigt, wo ihre Fähigkeiten und Stärken liegen und so Selbstbewusstsein schafft. DSC_2304

Fußgänger können den Kletterparcours auch im Rollstuhl „erfahren“. Diese Möglichkeit haben Lisa Grießmeyer und ich auch gern genutzt und dabei eine Menge über uns und das Leben im Rollstuhl gelernt. Ein großartiges Erlebnis, das ich nur weiterempfehlen kann!

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Mit Thorsten Schmolke und Lisa Grießmeyer im inklusiven Klettergarten grenzenlos.

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Wibke Brems, Matthi Bolte, BÄRbel, Manuela Grochowiak-Schmieding beim Grünen Infostand = OWL Power!

NRW feiert in diesen Tagen sein 70-jähriges Jubiläum. Beim großen Geburtstagsfest und Tag der offenen Tür im Landtag am 27. August bot auch die Grüne Landtagsfraktion viele Aktionen an, die alle Abgeordneten unterstützten. Hier steht ein ausführlicher Bericht zum Jubiläumstag.

 

 

 

 

 

 

Am 14. Mai 2017 finden in NRW Landtagswahlen statt. Ich möchte mich gern weitere fünf Jahre für GRÜNE Sozialpolitik im Landtag engagieren. Deswegen bewerbe ich mich als Kandidatin für die Landesliste, welche auf der Landesdelegiertenkonferenz am 24. + 25. September in Oberhausen gewählt wird.  Ich freue mich über viele Unterstützer*innen!

Anlässlich einer Veranstaltung meines Ortsverbandes, der Oerlinghauser Grünen, nahm ich an einer Begehung des Dalbker Baches teil.
Dieser befindet sich im Ortsteil Lipperreihe und existiert nachweislich seit 200 Jahren; es gibt Behauptungen, er sei sogar schon älter als 500 Jahre.

Teilnehmer der Begehung. Darunter: Manuela Grochowiak-Schmieding MdL (4.v.l.), Hans-Christian Markert MdL (5.v.l.) sowie Thomas Reimeier (Sprecher Grüne Ratsfraktion; 3.v.r.)

Teilnehmer der Begehung, darunter: Manuela Grochowiak-Schmieding MdL (4.v.l.), Hans-Christian Markert MdL (5.v.l.) sowie Thomas Reimeier (Sprecher Grüne Ratsfraktion; 3.v.r.)

Seit geraumer Zeit wird im zuständigen städtischen Ausschuss über die Zukunft des Baches beraten. Drei Alternativen stehen zur Abstimmung: Stillegung des Baches, Ausbaggern des Baches oder eine Verlegung des Bachbettes. Zunächst wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

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Der Dalbker Bach ist stark zugewachsen.

An der Begehung des Baches nahm auch mein Fraktionskollege Hans-Christian Markert teil; er ist umweltpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion.

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An dieser Stelle ist die Versandung gut sichtbar.

Die Begehung machte nicht nur deutlich wie stark das Bachbett versandet und zugewachsen ist, sondern belegte durch Funde von Köcherfliegenlarven und Süßwassermuschen auch die gute Wasserqualität.

Alle Anwesenden – Grüne Politiker, Anwohner sowie ein Mitglied des Naturschutzbundes – kamen zu dem Schluß, daß der Bach unbedingt erhaltenswert sei.

 

 

 

Ein ausführlicher Beitrag findet sich auf der Seite der Oerlinghauser Grünen.

Seit Januar dieses Jahres bin ich Lesepatin der Neuen Westfälischen und unterstütze damit die Heinz-Sielmann-Schule in Oerlinghausen.

Anlässlich dieses Engagements war ich am 16. Juni zu einer Diskussionsrunde in der Schule. Mit 20 Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe des Realschulzweiges der Schule führte ich ein angeregtes, interessantes Gespräch. Insbesondere das Thema Flüchtlinge stand dabei im Vordergrund.

Manuela Grochowiak-Schmieding MdL mit Schülerinnen und Schülern der Heinz-Sielmann-Schule

Manuela Grochowiak-Schmieding MdL mit Schülerinnen und Schülern der Heinz-Sielmann-Schule

Nach anfänglicher Zurückhaltung seitens der Schülerinnen und Schüler war das Eis schnell gebrochen und ich freute mich über das große politische Interesse der Jugendlichen und deren offenen Meinungsaustausch.

Ich würde mich freuen, wenn die jungen Leute auch weiterhin an Politik interessiert sind und sich vielleicht auch einmal entscheiden, sich aktiv politisch zu engagieren.

Bericht zur Diskussionsrunde in der Neuen Westfälischen vom 17.06.2016

Der Grüne Kreisverband Lippe hatte vergangenen Freitag zu dieser Veranstaltung eingeladen. Stefanie Nowak-Thormälen vom AWO-Frauenhaus Lippe, Karin Tegeler, von der Frauenberatungsstelle Alraune sowie Elke Wachtmann vom Opferschutz der Kreispolizei informierten die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer über ihre tägliche Arbeit und gingen auf Fragen der Anwesenden ein. Moderiert wurde der Abend durch den Sprecher des Kreisverbandes Robin Wagener.

von links: Robin Wagener, Stefanie Nowak-Thormälen, Elke Wachtmann, Karin Tegeler, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL

von links: Robin Wagener, Stefanie Nowak-Thormälen, Elke Wachtmann, Karin Tegeler, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL

Bei ihrem Input stellte die lippische Landtagsabgeordnete Manuela Grochowiak-Schmieding fest: „Die Geschehnisse in vielen Städten in der Silvester-Nacht sind zu verurteilen. Aber sie haben auch dazu geführt, die Thematik sexuelle Gewalt gegen Frauen aus der Tabuzone zu holen und einer breiten Öffentlichkeit klar zu machen, daß diese Straftaten in unserer Gesellschaft schon immer vorgekommen sind. Bei 56%, also mehr als der Hälfte der Opfer, handelt es sich bei den Tatverdächtigen um Angehörige oder Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis.“

Eine hohe Fallzahl im familiären Bereich konnte auch Stefanie Nowak-Thormälen, Leiterin des Frauenhauses Lage, bestätigen. Im Frauenhaus können 10 Frauen mit ihren Kindern Schutz finden. 2015 wurden 72 Frauen und 86 Kinder aufgenommen. 45 Frauen mussten aufgrund fehlender Kapazitäten abgewiesen und an andere Frauenhäuser verwiesen werden. Die betroffenen Frauen haben meist jahrelang physische, psychische, soziale und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlitten, bevor sie im Frauenhaus Schutz suchen.
Dort wird ihnen die Möglichkeit gegeben, zur Ruhe zu kommen und mit der Unterstützung der Mitarbeiterinnen eine Perspektive für ein neues Leben zu finden. Spätere Folgekrankheiten, von Schlafstörungen bis hin zum posttraumatischen Belastungssyndrom, belasten die Frauen oft viele Jahre. Und auch die Kinder, die diese Gewalttaten miterleben müssen, sind oft traumatisiert.

Das Frauenhaus in Lage, welches in der Trägerschaft der AWO arbeitet, besteht seit 31 Jahren und hat in dieser Zeit bereits mehr als 2.100 Frauen geholfen.

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Einladung zum Fachgespräch

FREITAG, 08. APRIL 2016, 18 UHR
BÜRGERHAUS LAGE, CLARA-ERNST-PLATZ, 32791 LAGE

Nach den Geschehnissen der Silvesternacht schlagen die Wogen der Empörung hoch. Selbsternannte Sheriffs ziehen durch die Straßen und geben vor, so Sicherheit zu vermitteln. Sexualisierte Gewalt wird mitunter an Flüchtlingen und Zugewanderten festgemacht.
Doch sexualisierte Gewalt und Gewalt gegen Frauen ist in unserer Gesellschaft kein neues Phänomen. Die Notwendigkeit von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Gleichstellungsbeauftragten und die Genderdiskussion sprechen eine deutliche Sprache.

Werden die Opfer einer Nacht für billigen Populismus instrumentalisiert?
Sind Frauen noch sicher?
Was können wir tun, um Frauen zu stärken?

Das sind einige der Fragen, die wir mit unseren Gesprächspartnerinnen besprechen möchten.

Input: Manuela Grochowiak-Schmieding MdL

Referentinnen:
Stefanie Nowak-Thormälen (AWO Frauenhaus Lippe)
Karin Tegeler (Alraune Frauenberatung e.V.)
Elke Wachtmann (Opferschutz, Kreispolizeibehörde Lippe)

Moderation: Robin Wagener (Sprecher Grüne Lippe)

Wir laden Sie herzlich ein, auch Ihre Impulse in die Diskussion einzubringen.

Anmeldungen bitte bis zum 7. April 2016 an / Ihre Rückfragen beantwortet gern:
Mandy Eilenstein (Wahlkreisbüro Manuela Grochowiak-Schmieding MdL)
Tel: 05202 – 883 034 , mandy.eilenstein@landtag.nrw.de

Symbol bundesweiter VorlesetagLesen ist mir wichtig und begleitet mich täglich in Beruf und Freizeit. So endet jeder Tag mit ein paar Seiten lesen vor dem Einschlafen. Diese Freude am Lesen gebe ich auch gern an Kinder weiter.

Daher habe ich heute, anlässlich des bundesweiten Vorlesetages, die Möglichkeit genutzt, in der Grundschule Helpup in Oerlinghausen vorzulesen.   Schild Grundschule Helpup
Die Schüler*innen einer 1. Klasse verfolgten gespannt meiner Lesung aus Marcus Pfisters Geschichte „Der Regenbogenfisch“.

Buchtitel Der RegenbogenfischDarin wird vom Regenbogenfisch erzählt, der mit seinen schillernden Schuppen der allerschönste Fisch im Ozean ist. Leider ist er aber auch der einsamste Fisch. Doch als er seine Glitzerschuppen verschenkt, gewinnt er viele Freunde.

Diese Geschichte ist hochaktuell. Bei der Besprechung schilderten die Kinder eigene Erfahrungen mit dem Schenken. Sie berichteten beispielsweise, dass sie selbst schon eigene Sachen an Flüchtlinge verschenkt haben.

Alle waren sich einig, dass Schenken Freude bereitet – den Beschenkten wie den Schenkenden!

Ende dieser Woche wird im Bundestag über die Zukunft von Sterbehilfe und Hospiz- und Palliativversorgung abgestimmt. Zu diesem Thema hatte am 26. Oktober 2015 der Arbeitskreis Gesellschaftspolitik des kfd (katholische Frauen Deutschland) Diözesanverbandes Paderborn eingeladen.

Die „Aktuelle Stunde – kfd trifft Politik“ war ein Beitrag zur aktuellen Debatte, die sich auch mit Beihilfe zum Suizid beschäftigt. Das Thema Sterbehilfe hat mich persönlich schon in den frühen Jahren meines beruflichen Werdeganges, aber auch im privaten Umfeld beschäftigt. Und ich nutze die Gelegenheit zur Diskussion gerne, um über Leben und Sterben zu sprechen. Wenn das Leben zu Ende geht oder ein Weiterleben als unerträglich empfunden wird, muss den Betroffenen jede gewünschte Beratung, Hilfe und Unterstützung zuteil werden – zu Hause, in der Pflegeeinrichtung, im Hospiz oder dem Krankenhaus. Die meisten Menschen möchten gerne zu Hause, und zwar ohne Qual und Schmerz, sterben.

Mitunter gibt es, aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus, den Wunsch, das eigene Leben zu beenden. Enttabuisieren ist wichtig, und die Gesellschaft muss sich damit beschäftigen.

Gemeinsam mit den Kollegen Christian Haase MdB und Walter Kern MdL von der CDU bezogen wir Stellung zu den vier unterschiedlichen Gesetzesvorlagen auf Bundesebene und erörterten Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von Palliativ- und Hospizversorgung in NRW.

Während Haase und Kern eine Einschränkung bestehender Möglichkeiten in der Beihilfe zum Suizid favorisieren, bin ich der Auffassung, dass die Menschen sicher sein wollen, dass sie gut beraten werden und dass ihnen geholfen wird. Sie brauchen aber auch die Sicherheit, allein und selbstbestimmt entscheiden zu können. Insofern meine ich, dass wir mehr Fürsorge brauchen, aber nicht mehr Strafrecht.

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Am 15. Oktober besuchte ich gemeinsam mit meinen Fraktionskollegen Martina Maaßen und Arif Ünal die REHACARE in Düsseldorf. Die REHACARE ist eine internationale Fachmesse, die Informationen über Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben mit Behinderung, bei Pflegedarf und im Alter bietet. Unterstützt von unseren Mitarbeitern der Fraktion Sabrina Dittrich und Harald Wölter, führten wir mit einer Reihe von Verbänden und Initiativen Gespräche und besuchten deren Stände.

v.l.: Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Harald Wölter, Ministerin Barbara Steffens, Sabrina, Martina Maaßen MdL, Arif Ünal

v.l.: Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Harald Wölter, Ministerin Barbara Steffens, Sabrina Dittrich, Martina Maaßen MdL, Arif Ünal MdL

Wichtige Themen dieser Fachmesse waren Inklusion und Pflege sowie die Schaffung von Versorgungssicherheit im Wohnquartier. Dabei lag der Fokus auf der gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung, Barrierefreiheit und der Entwicklung eines inklusiven Gemeinwesens.  Auch die Entwicklung neuer Wohn- und Pflegeformen, die den Menschen eine Versorgungssicherheit im  gewohnten Wohnquartier gibt, spielten eine große Rolle.

In unseren Gesprächen mit den Verbänden und Initiativen stand das Inklusionsstärkungsgesetz, das die Landesregierung aktuell vorgelegt hat und das in den kommenden Monaten im Landtag beraten wird, im Mittelpunkt des Interesses.
Fragen bezüglich einer besseren Absicherung sowie eines zukunftsgerechteren Ausbaus der Pflege wurden genauso intensiv erörtert, wie die Stärkung der Teilhabe von Menschen im Alter, bei Pflege und bei Handicap.

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Am 14. Oktober 2015 besuchte ich gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Karin Schmitt-Promny  die Städteregion Aachen, um zum Thema „Teilhabe von schwerhörigen und tauben Menschen“ mit kompetenten Vertretern der Region sowie mit Betroffenen und Interessensvertretern ins Gespräch zu kommen.

Das Gehör ist das empfindlichste und dynamischste Sinnesorgan des Menschen. Tag und Nacht, pausenlos sind die Ohren im Einsatz – ein Leben lang. Dabei leisten sie Unglaubliches: Wir können extrem leise Geräusche wahrnehmen. Wenn wir ebenso gut sehen könnten, würden wir eine 10-Watt-Birne noch aus 1.000 Kilometern Entfernung erkennen.

Was bedeutet es, wenn dieser so wichtige Sinn ausfällt oder eingeschränkt ist? Wie können wir Teilhabe gestalten für Menschen, deren Gehörleistung eingeschränkt ist und welche Unterstützungen für sie sind vorhanden?

Manuela Grochowiak-Schmieding MdL (2.v.l.) und Karin Schmitt-Promny (3.v.l.) mit Vertreterinnen des HGZ

Manuela Grochowiak-Schmieding MdL (3.v.l.) und Karin Schmitt-Promny (4.v.l.) mit Vertreterinnen des Hörgeschädigtenzentrums Aachen

Um uns darüber zu informieren, fanden Gespräche mit dem SignGes – Kompetenzzentrum für Gebärdensprache und Gestik der RWTH Aachen – und dem HGZ – Hörgeschädigtenzentrum – statt. Auch mit der neuen Dezernentin für Soziales und Integration der Städteregion Aachen Prof. Dr. Edeltraud Vomberg haben wir uns ausgetauscht.

An diesem Freitag freute ich mich, die stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann in meiner Heimatstadt Oerlinghausen begrüßen zu können.

Anlass des Besuches war ein neues Projekt des dortigen Archäologischen Freilichtmuseums. Karl Banghard, Leiter des Museums, stellte dieses neue Projekt zur Erinnerungskultur genauer vor. Es geht darum, zum einen die museale Darstellung der Germanen in den Gründungsjahren des Museums zu zeigen. Diese Anfänge lagen in den 1930er Jahren und waren daher stark NS-belastet und ideologisiert, jedoch nicht historisch korrekt. In einer Gegenüberstellung mit der Ausstellung zum gleichen Thema nach dem heutigen Stand der Wissenschaft, soll dargestellt werden, welche Gefahren in einer ideologisierten Museumspädagogik liegen.

v.l.: Karl Banghard, Moritz Ilemann, Sylvia Löhrmann, Dirk Becker, Manuela Grochowiak-Schmieding

v.l.: Karl Banghard, Moritz Ilemann, Sylvia Löhrmann, Dirk Becker, Manuela Grochowiak-Schmieding

Alle Teilnehmer waren sich in der anschließenden Diskussionsrunde einig, daß dies ein ungemein wichtiges Projekt ist, um gerade Kinder und Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren, aber auch stark zu machen gegen die „Verführung“ durch rechte Demagogen.

Sylvia Löhrmann betonte ihre Unterstützung für dieses Vorhaben und verwies auch auf ihr Anliegen „Erinnern für die Zukunft“, um Kindern und Jugendlichen den “Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und Freiheit” nahezubringen.

Die Grüne Ministerin war nicht angereist, um finanzielle Mittel zu versprechen. Aber ihre ideelle Unterstützung und ihr Werben für dieses „Erinnerungs-Projekt“ hilft hoffentlich den Verantwortlichen des Museums bei der Akquise notwendiger Gelder.

Um auf die vielfältigen Angebote der 72 Radstationen und ihre wichtige Funktion aufmerksam zu machen, besuchten die 29 Abgeordneten der GRÜNEN Landtagsfraktion am 15.09.2015 NRW-weit Radstationen. Im Rahmen dieser “Ausschwärm-Aktion” war ich bei der Radstation Minden zu Gast.

Die Mobilität der Zukunft – ob in Freizeit oder Beruf – zeichnet sich durch eine intelligente Nutzung der verschiedenen Verkehrsmittel aus. Das Fahrrad als schneller, flexibler und ökologischer Verkehrsträger wird dabei eine Rolle spielen. Dies gilt für Metropolen genauso wie für Mittel- und Kleinstädte.

v.l.: Heidemarie Schönrock-Beckmann (proArbeit), Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Thomas Koch, Hans Stöbling (beide Handwerks-Service GmbH), Burkhard Witte (ADFC Minden)

v.l.: Heidemarie Schönrock-Beckmann (proArbeit), Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Thomas Koch, Hans Stöbling (beide Handwerks-Service GmbH), Burkhard Witte (ADFC Minden)

Die Radstation in Minden stand vor einiger Zeit aus wirtschaftlichen Gründen vor dem Aus. Glücklicherweise haben Handwerksbildungszentrum und Jobcenter zu einer Kooperation gefunden. Seither wird hier erfolgreich an der Integration von Menschen mit besonderen Problemen gearbeitet. Ein tolles Engagement, von dem viele Radfahrer*innen, Pendler wie Touristen,  profitieren.

Auch im Kreis Lippe wird die Mobilität per Fahrrad unterstützt. So fährt der Naturparkbus (Linie 792), der 14 der schönsten Ziele inmitten des Naturparkes Teutoburger Wald verbindet, mit einem besonderen Fahrradanhänger. Und auch wenn der Bahnhof Oerlinghausen über keine Radstation verfügt, so ist doch mit den beiden dort aufgestellten Fahrradboxen ein erster Schritt in Richtung Fahrradfahrerfreundlichkeit getan.

Die Grüne Landtagsfraktion will auch die Mobilitäts-Schnittstellen stärken. Fahrradstationen erfüllen hierbei eine wesentliche Funktion. Sie sind oft viel mehr als nur Fahrrad-Parkhäuser. Ob Reparatur, Verleih, Mobilitätsberatung, Ticketverkauf und Berufsqualifizierung – Radstationen erleichtern auf vielfältige Art den Umstieg. Sie sind deshalb einer der wichtigsten Stützpfeiler des Fahrrad-Bundeslandes Nummer 1 – Nordrhein-Westfalen.

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Am vergangenen Samstag stellten 38 Jugendfeuerwehrgruppen aus NRW ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Zum ersten Mal überhaupt wurde diese Landesveranstaltung von den Jugendfeuerwehren von Oerlinghausen und Helpup ausgerichtet. Besondere Anerkennung gebührt hierbei der stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwartin Miriam Mattern sowie Jugendfeuerwehrwart Marius Janz aus Helpup. Sie waren hauptsächlich mit der Organisation betraut und begannen bereits vor einem Jahr mit der Planung.

von links: Miriam Mattern, Hans-Werner Meyer, Heike Lalk, Karl-Heinz Brakemeier, Jürgen Berghahn MdL, Ulrike Meusel, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Ursula Herbort, Ekkehart Bihler

von links: Miriam Mattern, Hans-Werner Meyer, Heike Lalk, Karl-Heinz Brakemeier, Jürgen Berghahn MdL, Ulrike Meusel, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL, Ursula Herbort, Ekkehart Bihler

Bei der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr handelt sich um das höchste Jugendfeuerwehrabzeichen und sie ist daher für jedes Jugendfeuerwehrmitglied etwas ganz Besonderes.

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Am 5. September 2015 fand in Mülheim an der Ruhr der 4. Landesbehindertentag NRW statt. Der Landesbehindertenrat feierte sein 20-jähriges Jubiläum und es wurde zum ersten Mal der NRW-Inklusionspreis verliehen.

Mit dem Inklusionspreis soll anhand gelungener Beispiele aus der Praxis gezeigt werden, wie vielfältig Inklusion in NRW bereits gelebt wird. Mit dieser Auszeichnung möchte die Landesregierung darüber hinaus auch eine Kultur inklusiven Denkens und Handelns unterstützen.

Aus den insgesamt 275 eingereichten Bewerbungen verschiedenster Projekte und Initiativen, wurden Preise in sechs Kategorien vergeben. Die Jury bestand aus Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenselbsthilfe, der Verbände, Gewerkschaften, Arbeitgeber und anderen Institutionen.

Der Inklusionspreis des Landes NRW wurde an zehn Projekte verliehen, die sich in beispielhafter Weise für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Der mit insgesamt 30.000 Euro ausgezeichnete Preis wurde durch Sozialminister Guntram Schneider überreicht.

Sozialminister Guntram Schneider (links) mit Preisträgern

Sozialminister Guntram Schneider (links) mit Preisträgern

Der Hauptpreis für diesen ersten NRW-Inklusionspreis stand unter dem Motto “Partizipation und Interessenvertretung”, denn Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist eine zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Der erste Hauptpreis ging an den Verein „Miteinander leben“ in Köln, der mit Eltern-Kind-Gruppe, inklusivem Jugendhaus bis hin zu Wohn- und Freizeitprojekten seit vielen Jahren Impulse für das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen gibt.

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“Cook mal mit Werner” hieß es am vergangenen Samstag in Lemgo.

v.l.: Burkhard Pohl, Ute Koczy (beide Grüne Lemgo), Landratskandidat Werner Loke, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL

v.l.: Burkhard Pohl, Ute Koczy (beide Grüne Lemgo), Landratskandidat Werner Loke, Manuela Grochowiak-Schmieding MdL

Bei dieser Wahlkampfaktion habe ich unseren Grünen Landratskandidat für den Kreis Lippe, Werner Loke, unterstützt. Gemeinsam mit den Lemgoer Grünen haben wir Gemüse aus der Region frisch zubereitet und an interessierte BürgerInnen verteilt. In den Gesprächen stellte Werner Loke dar, welche Ziele er sich für Lippe gesetzt hat und die BürgerInnen äußerten ihre Erwartungen an einen neuen Landrat.

Landratskandidat Werner Loke im Gespräch mit einem Bürger

Landratskandidat Werner Loke im Gespräch mit einem Bürger

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Wer möchte schon ins Heim? Niemand!
Dennoch beschäftigt uns früher oder später das Thema.

Krankheit, Behinderung oder ganz einfach das Alter können zu anderem oder mehr Unterstützungsbedarf führen. Das muss nicht zwangsläufig die Unterbringung in einer stationären Einrichtung bedeuten.

Es gibt gute Alternativen und mit der Ausschwärmaktion am 09.06.2015 möchte die GRÜNE Landtagsfraktion darauf aufmerksam machen. Alle 29 grünen Abgeordneten haben an diesem Dienstag Institutionen besucht, die sich mit alternativen Wohnkonzepten und Unterstützungsformen beschäftigen.

Ich habe drei Projekte in meinem Wahlkreis Lippe besucht:

1)    Den Senioreninformationsdienst (SinfoL) in Augustdorf
2)    Das Cafe Vielfalt in Lemgo
3)    Den Pöstenhof in Lemgo

Senioreninformationsdienst (SinfoL) in Augustdorf

SinfoL habe ich 2012, noch als Abgeordnete im lippischen Kreistag, mit aus der Taufe gehoben.  Damals wurde beschlossen, ein Projekt zu entwickeln, mit dem ältere Menschen Informationen zu unterschiedlichsten, für sie interessanten Angeboten erhalten sollten. Mittlerweile läuft das Projekt in Augustdorf und Schieder-Schwalenberg und im Gespräch mit den Akteur*innen habe ich den Eindruck gewonnen, dass mit diesem Angebot „offene Scheunentore eingerannt werden“.

Durch den Kreis Lippe initiiert, besuchen ehrenamtliche Mitarbeiter*innen Menschen ab 70 Jahren zu Hause und informieren über bestehende Angebote vor Ort. Bei Bedarf wird Beratung zu speziellen Fragen wie z.B. der Wohnraumberatung oder dem Betreuungsrecht, vermittelt. Die Ehrenamtlichen werden von Frau Ottemeier, einer professionellen Mitarbeiterin der Kreisverwaltung, unterstützt.

Im Gespräch mit Ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen von SinfoL sowie Frau Ottemeier (rechts)

Im Gespräch mit Ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen von SinfoL sowie Frau Ottemeier (rechts)

Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre bestätigen, dass die meisten Menschen nicht wissen, was ihnen zusteht oder wohin sie sich bei Bedarf wenden können.

Meine Gesprächspartner*innen konnten sehr überzeugend deutlich machen, dass durch gute Beratung und Unterstützung der Verbleib in der gewohnten häuslichen Umgebung ermöglicht, in vielen Fällen zumindest verlängert werden kann.

Cafe Vielfalt in Lemgo

Das Cafe „Vielfalt“ in Lemgo gibt es seit fünf Jahren und ist gefühlt für viele bereits eine alteingesessene Institution.  Es gehört zum Haus der Vielfalt der Stiftung Eben Ezer und wird von Ina Meise-Laukamp mit viel Engagement geführt. Das Cafe bietet berufliche Qualifizierung und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, die von  der Stiftung Eben Ezer und der Lebenshilfe Lemgo e.V. betreut werden. Sie sind in der Küche und im Service tätig.

Ina Meise-Laukamp, Leiterin des Cafe Vielfalt (links) berichtet über das Cafe

Ina Meise-Laukamp (links), Leiterin des Cafe Vielfalt berichtet über das Cafe

Außerdem gibt es im Haus zwei Wohnungen für ambulant betreutes Wohnen und eine Kreativwerkstatt.

Im Haus der Vielfalt treffen Unterschiedlichkeit und verschiedene Talente ganz selbstverständlich zusammen. Ein wunderbares Beispiel für gelingende Inklusion!

Pöstenhof in Lemgo

Der Pöstenhof ist ein gemeinschaftliches Wohnprojekt auf dem Gelände einer ehemaligen Konservenfabrik und liegt innerhalb eines Quartiers der Wohnbau Lemgo e.G. mit Wohnbestand aus den 50er Jahren.

Flyer des Pöstenhof

Flyer des Pöstenhof

Heute gibt es dort 132 modernisierte Wohneinheiten, 1 Wohngruppe für 8 Personen, 1 Nachbarschaftszentrum inkl. Gästewohnung, sowie ein Bäcker mit Nachbarschaftscafé und eine Boule-Bahn.

Ein Blick auf das Wohnprojekt Pöstenhof

Ein Blick auf das Wohnprojekt Pöstenhof

Im Nachbarschaftszentrum ist die Freie Altenhilfe Lemgo e.V. tätig. Dort werden Mahlzeitendienste, Beratungsleistungen und gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten angeboten.

Beim Pöstenhof  selbst handelt es sich um einen barrierefreien Neubau.
Die Wohnbau Lemgo e.G. realisierte hier 33 Wohneinheiten, eine Gästewohnung sowie Gemeinschaftsräume und Außenflächen für gesellige Aktivitäten. Starke Nachfrage erfährt die Tagespflegestelle im Erdgeschoss.

Die Bewohner*innen der Wohnanlage sind Mitglied des Vereins „Pöstenhof Lemgo e.V.“ und stehen für gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt. Nachbarschaftspflege und Aufgabenteilung in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften werden hier groß geschrieben.

Andreas Riepe (links) von der Wohnbau Lemgo e.G. sowie Vertreterinnen des Bewohnervereins stellen die Wohnanlage Pöstenhof vor

Andreas Riepe von der Wohnbau Lemgo e.G. sowie Vertreterinnen des Bewohnervereins stellen die Wohnanlage Pöstenhof vor

Beginnend von der Planung, hat die Zusammenarbeit der Wohnbau Lemgo mit dem Verein bei den Bewohner*innen zu einer hohen Identifikation mit dem Quartier und großen  Zufriedenheit geführt. Die Menschen fühlen sich hier geborgen, was insbesondere den Älteren ein Gefühl der Sicherheit bietet.

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