Regeln für Leichte Sprache

Bei Leichter Sprache müssen bestimmte Regeln für Sprache und Präsentation eingehalten werden. Es gibt über 40 Bestimmungen für Wortwahl, Satzbau und Strukturierung der Themen, Darstellung des Textes in Schrift und Formatierung sowie die Ergänzung durch erklärende Bilder und Grafiken. Eine Regel besagt auch, dass alle Texte durch Menschen mit Lernschwierigkeiten gegengelesen und so auf Verständlichkeit geprüft werden. Erst dann kann das Dokument das Zeichen für Leichte Sprache erhalten: Ein lesende Person auf blauem Grund.

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Europäisches “easy-to-read”-Logo. (Foto: Inclusion Europe)

Beispielregeln aus „Halt! Leichte Sprache“ vom Netzwerk Leichte Sprache:

Benutzen Sie kurze Wörter
Schlecht: Omnibus
Gut: Bus

Benutzen Sie einfache Wörter
Schlecht: Dieses Gesetz gilt für alle Menschen.
Gut: Dieses Gesetz ist für alle Menschen.

Trennen Sie lange Wörter mit einem Binde-Strich
Damit kann man die Wörter besser lesen.
Schlecht: Bundesgleichstellungsgesetz
Gut: Bundes-Gleichstellungs-Gesetz

Benutzen Sie positive Sprache
Schlecht: Peter ist nicht krank.
Gut: Peter ist gesund.

Seien Sie vorsichtig bei Rede-Wendungen und bei bildlicher Sprache
Viele Menschen verstehen das falsch.
Sie nehmen diese Sprache wörtlich
Zum Beispiel:
Das Wort Raben-Eltern ist bildliche Sprache. Raben-Eltern sind aber nicht die Eltern von Raben-Küken.
Mit Raben-Eltern meint man schlechte Eltern.

Nützliche Seiten rund um das Thema Leichte Sprache:

www.leichtesprache.org 

Netzwerk Leichte Sprache

www.bitv-lotse.de 
Handlungsanleitungen, Informations- und Schulungsmaterialien zu Herstellung von barrierefreien Internetseiten gemäß der BITV

www.hurraki.de 

Wörterbuch in Leichter Sprache

Gemeinsam anders
Grüne Politik für eine Gesellschaft an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können

www.spassamlesenverlag.de
www.klarunddeutlich.de
www.capito-berlin.de
Verlage die Bücher in Leichter Sprache übersetzen und verlegen