Schlagwort-Archiv: Kinder

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

Armut hat viele Gesichter, materielle Armut hat eine einzige Ursache: Es fehlt schlicht das Geld. Dem folgt dann Armut an Gesundheit, Armut an Bildung, Armut an sozialem Ansehen und auch Armut bei Teilhabe und Selbstbestimmung.

Die Schlüssel zur Armutsvermeidung sind gute Bildung, sozialversicherungspflichtige und anständig bezahlte Arbeit. Insbesondere Letzteres sollte in einem Land, das sich Exportweltmeister nennt und zum wiederholten Male einen Außenhandelsbilanzüberschuss zu verzeichnen hat, selbstverständlich sein. Leider ist vielerorts das Gegenteil der Fall. Mindestlohn und Tariftreue- und Vergabegesetz zum Beispiel werden von Unternehmerverbänden, aber auch von CDU und FDP immer wieder angegriffen.

Tatsächlich müsste das Einkommen auf ein Niveau gehoben werden, das wirklich existenzsichernd wäre und die Finanzierung von Nahrung, Wohnung, Kleidung und soziokultureller Teilhabe gewährleistet. Die Realität sieht allerdings so aus, dass ein kleiner Teil der Gesellschaft immer reicher wird und gleichzeitig die Zahl der materiell Armen wächst. Derartige Ungerechtigkeiten können mit den verschiedenen Förderprogrammen des Landes nicht verändert, aber punktuell abgemildert werden.

Aktuelle Informationen gibt es zu folgenden Themen:

  • Härtefallfonds: „Kein Kind zurücklassen“
  • „Gegen Armut und soziale Ausgrenzung“
  • Obdachlosigkeit verhindern
  • Kompetenzzentren
  • Informationen für Flüchtlinge mit Behinderung
  • Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Es grüßt ganz herzlich

Unterschrift-MGS

 

 

 

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Manuela Grochowiak-Schmieding: „Wir müssen für gleichberechtigte Teilhabe bei Bildung und Arbeit sorgen und damit den Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben geben.“

Bereits zum 6. Mal wird am 20. Februar der „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ begangen.  Um darauf aufmerksam zu machen, dass wir vom Ziel einer sozialen Gerechtigkeit noch weit entfernt sind, wurde dieser Gedenktag 2009 durch die UNO ins Leben gerufen.

Soziale Gerechtigkeit – dazu gehören unter anderem gerechte Einkommensverteilung, kostenfreier Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie Geschlechtergerechtigkeit – ist ein wichtiger Garant für den Zusammenhalt und Frieden in unserer Gesellschaft und zwischen den einzelnen Nationen. Extreme soziale Ungleichheit schädigt das Vertrauen in die Politik und die Demokratie, beeinträchtigt das wirtschaftliche Wachstum, schürt Kriminalität und gewaltsame Konflikte und fördert soziale und gesundheitliche Probleme, wie z. B. psychische Erkrankungen.

Weltweit ist eine Zunahme der sozialen Ungleichheit zu verzeichnen. Etwa 70 % der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen der Abstand zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahren immer größer geworden ist.

Laut neuesten Erkenntnissen der Hilfsorganisation „Oxfam“ besitzen die 85 reichsten Menschen der Erde genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen (ca. 3,5 Milliarden Menschen). Bei gleichbleibender Entwicklung wird schon 2016  nur 1 % der Bevölkerung mehr Vermögen besitzen, als der Rest der Welt zusammengenommen.

Dass die Zahl der Kinder, die keine Schule besuchen, zwischen 1999 und 2011 um fast die Hälfte gesunken ist, ist eine erfreuliche Entwicklung. Allerdings können weltweit noch immer 58 Millionen Kinder keine Grundschule besuchen und weiteren 63 Millionen bleibt der Zugang zu Sekundarbildung verwehrt.

Deutschland ist ein wohlhabendes Land und doch kann von sozialer Gerechtigkeit auch in unserem Land keine Rede sein.

  • So ist es zwar jedem Kind grundsätzlich möglich die Schule zu besuchen, aber welche Schulkarriere ein Kind einschlägt, ist immer noch in zu hohem Maße davon abhängig, aus welchem kulturellen oder sozialen Milieu seine Familie stammt.
  • Die 5 reichsten Deutschen besitzen so viel Vermögen wie 40% der  Bevölkerung. Auch die Bürgerinnen und Bürger nehmen diese Ungleichheit wahr – so äußerten in einer Umfrage der AWO (2014) 88 % der Befragten die Meinung, dass die Unterschiede zwischen Arm und Reich in den vergangenen zehn Jahren größer geworden sind.
  • Zur sozialen Ungleichheit tragen ebenfalls die noch immer vorhandenen Geschlechterunterschiede  bei, sehr deutlich zum Beispiel bei der ungleichen Entlohnung von Männern und Frauen, die ein und dieselbe Tätigkeit ausüben. Frauen stellen die überwältigende Mehrheit bei Niedriglohnjobs und in sehr prekären Beschäftigungsbereichen, während Männer an der Spitze der Einkommensskala überrepräsentiert sind.

Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2014) sind in Deutschland 1,64 Millionen Jungen und Mädchen unter 15 Jahren arm oder von Armut bedroht, weil sie in Familien leben, die auf Hartz IV angewiesen sind. Nicht nur, dass diese Kinder auf vieles verzichten müssen, ihre Lebensverhältnisse wirken sich auch negativ aus auf ihr späteres Erwachsenenleben. Denn Armut wird fast immer an die nächste Generation weitergegeben.

Damit die – tatsächliche und gefühlte – soziale Ungerechtigkeit nicht noch weiter zunimmt und der soziale Friede auch weiterhin gewahrt bleibt, ist noch viel zu tun.

Weltweit müssen die Anstrengungen verstärkt werden, um

  • jedem Kind Zugang zu Bildung - auch nach der Grundschulzeit – zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Abschaffung von Schulgebühren; in Uganda konnte so die Einschulungsquote innerhalb eines Jahres um 73 % erhöht werden.
  • eine gute öffentliche Gesundheitsfürsorge bereitzustellen, denn gesund zu sein ist eine Grundvoraussetzung, um arbeiten zu können und Geld zu verdienen.
  • Steuergerechtigkeit herzustellen. Um soziale Leistungen auszubauen benötigen Regierungen finanzielle Mittel, die sie vor allem über Steuereinnahmen erzielen. Insbesondere wohlhabende Bevölkerungsteile und international agierende Konzerne müssen ihren fairen Anteil an der Staatsfinanzierung leisten. Durch Steuervermeidung transnationaler Konzerne entgehen armen Ländern über 100 Mrd US-Dollar pro Jahr – das ist fast so viel wie die jährliche weltweite Entwicklungshilfe (rund 130 Mrd Dollar).

In Deutschland setzen wir Grüne uns ein für

  • Mindestlohn und faire Entlohnung die keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen macht und auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung vorbehaltlos einbindet
  • Bildungsgerechtigkeit durch längeres gemeinsames Lernen statt frühem Aussortieren
  • eine solidarische Bürgerversicherung als gerechtere Alternative zu der bisher faktisch stattfindenden Zwei-Klassen-Medizin
  • die Verwirklichung  des inklusiven Gedankens in allen Lebensbereichen, um allen Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen

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Am 28. Januar waren Schüler und Schülerinnen aus der Realschule Kerpen im Landtag und informierten die Abgeordneten über die Situation von Kindersoldaten. Die Jugendlichen stellten die “Aktion Rote Hand” vor und baten die Parlamentarier, sich daran zu beteiligen.

“In Kinderhände gehören Spiele, Bücher, Stifte, denn damit lernen sie fürs Leben, nicht mit Waffen” – mit dieser Aussage und meinem roten Handabdruck habe ich diese Aktion nur zu gern unterstützt.

Teilnahme an der "Aktion Rote Hand" - Aussage treffen...

Teilnahme an der “Aktion Rote Hand” – Aussage treffen…

... rote Farbe auftragen...

… rote Farbe auftragen…

... Handabdruck machen.

… Handabdruck machen.

Mein Statement für die "Aktion Rote Hand"

Mein Statement für die “Aktion Rote Hand”

Das große Engament der Kerpener Schülerinnen und Schüler hat mich sehr gefreut und ich hoffe, die Aktion findet weltweit viele Unterstützer.

Statements der Abgeordneten für die "Aktion Rote Hand"

Statements der Abgeordneten für die “Aktion Rote Hand”

Auch die Forderungen des “Deutschen Bündnisses Kindersoldaten” unterstütze ich voll und ganz, dazu gehören zum Beispiel die Heraufsetzung des Mindestalters für die Rekrutierung der Bundeswehr auf 18 Jahre, ein Stopp der Werbung der Bundeswehr, die an Minderjährige gerichtet ist oder verbindliche Friedenserziehung in den Schulen.

Die “Aktion Rote Hand” hat zum Ziel, Jugendliche in aller Welt über die Thematik Kindersoldaten zu informieren. Weltweit werden weit mehr als 250.000 Kinder in Kriegen als Soldaten missbraucht. Und angesichts der Tatsache, dass sich auch Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen “freiwillig” in Syrien oder Irak melden, handelt es sich um eine Problematik, die uns auch hier vor Ort betrifft. Die Aktion „Rote Hand” spricht vor allem Jugendliche an und aktiviert sie, sich gegen dieses Unrecht einzusetzen.

Am 28. und 29. Januar finden im Landtag zwei vom Verein „Weißes Friedensband“ organisierte Aktionstage mit Schulen aus NRW statt.

Weitergehende Informationen sind auf der Internetseite www.aktion-rote-hand.de zu finden.

Zu den Ergebnissen des „Runden Tisches Schulzeitverkürzung“, der gestern in Düsseldorf getagt hat, erklärt die lippische Abgeordnete Manuela Grochowiak-Schmieding:

„Die Idee von Sylvia Löhrmann, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, hat sich gelohnt. Statt eines ideologischen Streits um G8 und G9 brauchen wir eine gründliche Untersuchung der Wirkungen und Maßnahmen, die den heutigen Schülerinnen und Schülern helfen. Hier sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf bei der Gestaltung des Ganztags und bei den Lehrplänen.

Auch im Kreis Lippe beklagen Lehrkräfte, Eltern und Jugendliche, dass es noch hakt. Nicht überall sind zum Beispiel Hausaufgaben in den Ganztag integriert und bedeuten so eine zusätzliche zeitliche Belastung.

Es ist gut, dass bis Herbst Ergebnisse vorliegen sollen, um dann eine sachliche Grundlage für weitere Entscheidungen zu haben. Schnellschüsse sind keine Lösung, sie bringen Unruhe an die Schulen und helfen nicht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rundes Tisches haben gemeinsam beschlossen, die Themen zunächst in drei Arbeitsgemeinschaften eingehend zu beleuchten.“

Liebe Freundinnen und Freunde,

zu der derzeit aktuellen Debatte um die Weiterführung der bundesfinanzierten Schulsozialarbeit und die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes in den Kommunen und der Forderung nach einer kommunaldifferenzierten Abrechnung haben wir Euch noch mal einige Informationen zusammengestellt.

Aus dem Inhalt:

• Finanzierung des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen
• Kommunaldifferenzierte Abrechnung der Bundesmittel gefordert
• Revision zur Höhe der Bundesmittel (BuT) und die Folgen
• Schulsozialarbeit – Mittelabfluss und weitere Finanzierung
• BuT und Flüchtlingskinder
• Kommunale Berichte zur Umsetzung des BuT

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Sachstand GEPA, Erste Bewertung des geplanten GroKo-Vertrages für die Bereiche Soziales und Eingliederungshilfe und weiteres

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

was lange währt, wird endlich gut: Die Dokumentation der Fachtagung „Eine für alle – das inklusive Gemeinwesen gemeinsam voranbringen“ vom 12. April 2013 ist nun online verfügbar: http://gruene-fraktion-nrw.de/aktuell/publikationen/pubdetail/nachricht/eine-fuer-alle-das-inklusive-gemeinwesen-gemeinsam-voranbringen.html

Ich hoffe, dass wir hiermit eine gute Grundlage für die weitere Arbeit haben und wünsche eine anregende Lektüre. Eine Druckfassung ist aus Kosten- und logistischen Gründen nicht produziert worden, da unserer Erfahrung nach die Meisten nur Auszüge benötigen, die ja individuell und nach Bedürfnislage ausgedruckt werden können.

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Am heutigen 15. November habe ich mich am bundesweiten Vorlesetag beteiligt und in beiden Oerlinghauser Grundschulen vorgelesen. Zunächst in einer 4. Klasse, anschließend in einer 3. Schulklasse.

Für mich gehört Lesen zum Leben wie Essen und Trinken! Eine dramaturgisch lebhaft vorgetragene Geschichte verleitet geradezu zum Selbstlesen – erst recht, wenn die Lesung an einer spannenden Stelle abbricht.

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Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat heute, Mittwoch, 16. Oktober, mit den Stimmen von SPD und GRÜNEN das 9.Schulrechtsänderungsgesetz beschlossen. Damit erhält die Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung, den notwendigen gesetzlichen Rahmen.

Mit diesem Gesetz können von nun an immer mehr Eltern das gemeinsame Lernen für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Das Gesetz tritt zum neuen Schuljahr 2014 in Kraft. Damit wird es auch schon wirksam für die Anmeldeverfahren an den Grundschulen, die im November 2013 beginnen.

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Wenige Wochen vor Inkrafttreten des U-3-Rechtsanspruchs schwärmte die Grüne Landtagsfraktion am Dienstag, den 25. Juni im ganzen Land aus, um sich in den Kommunen ein Bild von den Fortschritten beim Ausbau der Kinderbetreuung zu machen. Die lippische Abgeordnete Manuela Grochowiak-Schmieding folgte der Einladung der AWO-Kindertagesstätte „Abenteuerland“ in Leopoldshöhe.

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Schulsozialarbeit weiterführen

Liebe Freundinnen und Freunde,

aus organisatorischen Gründen können wir den angekündigten Termin für einen kommunalpolitischen Ratschlag zum Thema Schulsozialarbeit für Freitag, den 28. Juni 2013 leider nicht halten und sagen ihn daher ab.

Das heißt aber nicht, dass dieses Thema vom Tisch ist. Vielmehr wenden wir uns heute mit der Bitte an Euch, uns eine Rückmeldung zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) und der Schulsozialarbeit im Besonderen in Euren kreisfreien Städten und Kreisen zu geben, die im Zuge des Bildungs- und Teilhabepaketes finanziert wird.

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